Die Rhododendronblüte im Ammerland ist sicherlich kein Geheimtipp. Die großen Sträucher mit den schönen Blüten sind hier weit verbreitet. Der Beiname „Parklandschaft“ spielt eigentlich auf die klassische Kulturlandschaft an, in der lange Baumreihen im Ammerland Felder und Weiden in überschaubare Stücke aufteilen. Diese Wallhecken waren traditionell die Grenzen der einzelnen Bauernhöfe und dienen gleichzeitig dazu, den norddeutschen Wind abzubremsen. Was früher vor allem im Winter gegen Kälte half, schützt in Zeiten des Klimawandels auch vor zu raschem Austrocknen des Bodens. Dass einige Höfe ihre Wohnhäuser mit diesen Zierpflanzen umgeben, passt in dieser Parklandschaft ins Bild. Wer es konzentrierter möchte, findet inmitten dieser Parklandschaft auch klassische Parks.
Ein wichtiges Zentrum ist der Rhododendronpark Gristede. Zur Saison wird der Autoverkehr von Gristede nach Wiefelstede auf Tempo 30 gebremst, damit die Besuchenden gefahrlos die Straße überqueren können. Wer sich nicht unbedingt am Bratwurststand aufhält, kann im weitläufigen Areal in der Regel dennoch einen ruhigen Ort finden. Besonders ist auch, dass hier die offiziell ausgeschilderte Fahrradroute des Ammerlands (Knotenpunkte 40 und 42) über Privatgrund führt. Die Querung des Parks ist auch Teil der Fahrrad-Rundtour „Tour de Flur“. Wer die Vielzahl der Arten auf den schön angelegten Spazierwegen begutachten will, muss aber auf jeden Fall absteigen.




